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Ethische und rechtliche Grundlagen

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Die Sozialraumorientierung im Verständnis von CURAVIVA Schweiz

CURAVIVA Schweiz setzt sich für folgende übergeordnete Aspekte im Sinne der Sozialraumorientierung ein, welche für die gesamte Einrichtungslandschaft zukünftig von Bedeutung sind:

  • Bedarfsorientierung anstelle der Angebotsorientierung: Die Leistungen richten sich konsequent auf den individuellen Bedarf aus. Die Betreuung passt sich den Menschen an und nicht umgekehrt. Damit steht die individuelle Lebensqualität im Zentrum. Um den Bedarf feststellen zu können, ist die Partizipation der betroffenen Menschen unerlässlich.
  • Eine Ausrichtung auf die individuellen Ressourcen fördert Autonomie und Selbstwirksamkeit. Beim Einbezug von bereits vorhandenen Ressourcen im Umfeld der zu betreuenden Person kommt dem Sozialraum in seiner räumlichen (Quartier) und seiner personellen Form (Angehörige, Nichtprofis) eine wichtige Bedeutung zu.
  • Die Öffnung der Einrichtungen ist zentral für die Teilhabe der betreuten Personen am sozialen Leben und fördert den Aspekt der Normalisierung.
  • Unterschiedliches Fachwissen wird integriert. Die professionelle und die nicht professionelle Arbeit müssen so koordiniert werden, dass massgeschneiderte Betreuung und Begleitung möglich wird.

Orientiert sich eine Einrichtung am individuellen Bedarf, wird es automatisch zu Mischformen von ambulanter und stationärer Betreuung, Begleitung und Pflege sowie zu vielfältigen Angeboten für besondere Bedürfnisse kommen.

Die Parallelen zur bestehenden Lebensqualitätskonzeption von CURAVIVA Schweiz sind offensichtlich. Im Zentrum stehen das unterstützungsbedürftige Individuum sowie seine Partizipation und Befähigung. Beschäftigt sich die Lebensqualitätskonzeption mit dem Inhaltlichen, so sind bei der Sozialraumorientierung die Strukturen (Lebensraum, Bauten) und die Abläufe (fachliche Zusammenarbeit, Interdisziplinarität, Case Management) ebenso wichtig.

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