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Gerontagogik und Therapeutische Ansätze

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Kognition - Gedächtnistraining

Das Gedächtnistraining wird – vor allem im Anfangsstadium sowie im mittleren Stadium der Demenz – als einer der Bausteine in einem multifaktoriellen Behandlungskonzept gesehen. Besonders zu Beginn einer Demenzerkrankung kann Gedächtnistraining Anregungen zur Erhaltung der Alltagskompetenzen liefern, dies mittels einfacher Merktechniken und dem Besprechen von Gedächtnisstützen zur Kompensation des beeinträchtigen Kurzzeitgedächtnisses.

Indiziert ist Gedächtnistraining bereits bei einer milden Kognitiven Störung (MCI = mild cognitive impairment). Untersuchungen liefern erste Hinweise, dass ein Gedächtnistraining auf kognitive und nichtkognitive Bereiche wie Stimmung und Verhalten wirkt. Die mit der Diagnose konfrontierten Menschen und ihre Angehörigen bekommen zudem das Gefühl, selbst auch etwas gegen ihre Krankheit unternehmen zu können. Sie werden dabei begleitet, ihre Stärken wahrzunehmen und zu unterstützen und mit ihrem Unvermögen umzugehen.

Das Gedächtnistraining bei Menschen mit einer Demenzkrankheit konzentriert sich in besonderem Masse auf die Stärkung der vorhandenen Fähigkeiten. Dabei eröffnen sich vor allem im Stadium der schweren Demenz oft sehr kleine Kompetenzfenster, die in den offensichtlichen Defiziten des täglichen Lebens unterzugehen drohen.

Mittlerweile gibt es eine Fülle von Trainingsprogrammen, massgeschneidert für verschiedene Gruppen von Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Dazu werden auch die verschiedensten Sinnesorgane miteinbezogen. Die Ausbildung von spezialisierten Gedächtnistrainerinnen bieten die entsprechenden Verbände der verschiedenen Länder an.

>> Ziele und Prinzipien des Gedächtnistrainings

Weiterführende Literatur

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