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Gerontagogik und Therapeutische Ansätze

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Spiritualität und Demenz

Menschen mit einer Demenzerkrankung erleben, wie ihre Welt in Fragmente zerfällt. Sie fühlen sich fremd, heimatlos und nicht mehr zugehörig. Der Rückgriff auf ihre spirituellen Ressourcen ist für sie darum besonders wichtig und stützend.

Verschiedene Entwicklungspsychologen (u.a. James Fowler, Stufen, 1991) haben aufgezeigt, dass wir Menschen uns auch im Bereich der Spiritualität entwickeln und verschiedene Stufen durchlaufen. Gemäss dem Modell der Retrogenese (ein Prozess, bei welchem degenerative Mechanismen in der Kindheitsentwicklung umgekehrt werden) nach Barry Reisberg muss davon ausgegangen werden, dass im Verlaufe der Demenzerkrankung Menschen die durchlaufenen Stufen rückwärts nochmals erleben. Das bedeutet, dass sie aus den Ressourcen früherer Entwicklungsstufen – auch betreffend Spiritualität – schöpfen.

Durch eine entsprechende Biografiearbeit und durch ein Spiritual Assessment mit einem geeigneten Instrument (z.B. SpAss des Instituts Neumünster Zollikerberg) können die individuellen spirituellen Ressourcen der von einer Demenzerkrankung betroffenen Person erhoben werden, um sie gezielt zu unterstützen.

Weiterführende Literatur

 

  • Eglin, A. et al. (2008). Das Leben heiligen. Spirituelle Begleitung von Menschen mit Demenz. Ein Leitfaden (3. Aufl.). Zürich.
  • Eglin A. et al. (2009). Tragendes entdecken. Spiritualität im Alltag von Menschen mit Demenz. Reflexionen und Anregungen. Zürich.
  • Fowler, J. W. (1991). Stufen des Glaubens. Die Psychologie der menschlichen Entwicklung und die Suche nach Sinn. Gütersloh.

 

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