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Tagesstätten / Nachtstätten

Tagesstätten und/oder Nachtstätten dienen in erster Linie der Entlastung von pflegenden Angehörigen. Die Betreuung von Menschen mit einer Demenzerkrankung zu Hause rund um die Uhr ist körperlich und psychisch sehr belastend.

In vielen Alters- und Pflegeinstitutionen werden als Ergänzung Tagesstätten geführt, in denen sich 8 bis 12 Demenzbetroffene aller Schweregrade mehrere Stunden, den ganzen Tag oder am Abend aufhalten können. Diese Form von Tagesstätten dient dazu, dass besonders belastende Situationen, z.B. Konflikte, auf den Abteilungen entschärft werden können, indem besonders Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten situativ eine gewisse Zeit in der Tagesstätte verbringen können. Diese Form wird auch als teilsegregative Wohnform bezeichnet.

Nachtstätten werden oft in Kombination in einem Alters-und Pflegeheim angeboten. Dabei gibt es unterschiedliche Angebote wie Nachtbegleitung und -betreuung, Spielen, Musikhören, Singen, Malen, Geschichten hören. Aber auch die Möglichkeit, sich zurück zu ziehen und zu schlafen.

Das Angebot an Tages- und Nachtstätten ist vielfältig und regional unterschiedlich stark ausgebaut. Online-Suchmaschinen wie www.wohnform50plus.ch oder www.heiminfo.ch helfen, die konkret zur Verfügung stehenden Plätze zu finden.

Eine schweizweite Umfrage der Vereinigung Alzheimer Schweiz (2006) zeigt auf, dass das bestehende Angebot nur einen kleinen Bruchteil des Bedarfs deckt. Zudem ist die Nachtbetreuung in der Schweiz noch sehr wenig verbreitet.

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