CURAVIVA Schweiz - Verband - News - Stellungnahme zum Indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative
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20.06.2019

Stellungnahme zum Indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative

CURAVIVA Schweiz begrüsst die Vorlage der SGK-N, ortet aber wesentliche Mängel in der Finanzierung.

CURAVIVA Schweiz hat den Indirekten Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Für eine starke Pflege» der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK-N) im Detail geprüft. Die Vorlage berücksichtigt zentrale Voraussetzungen zur Stärkung der Pflege, weist aber auch zwei wesentliche Mängel auf: 

  • Zwar will die Vorlage die Kantone verpflichten, den Betrieben Beiträge für deren Leistungen in der praktischen Ausbildung gewähren. Nicht nachvollziehbar ist jedoch, dass damit nur mindestens die Hälfte der durchschnittlichen ungedeckten Ausbildungskosten abgegolten werden sollen. Damit müssten die Kosten für Leistungen im Bereich der praktischen Ausbildung bis zur Hälfte durch die Betriebe selber getragen werden.
  • Ein weiterer Mangel ist, dass die Vorlage es dabei belässt, die Leistungen des Pflegebedarfs von Personen mit komplexen Erkrankungen und Personen am Lebensende lediglich zu bezeichnen. Dies genügt nicht, um dem Pflegepersonal die benötigte Zeit zu gewähren und die Situation der Betroffenen zu verbessern; vielmehr muss auch die angemessene Vergütung dieser Leistungen explizit in die Vorlage aufgenommen werden.

CURAVIVA Schweiz wird sich dafür einsetzen, dass diese Mängel korrigiert werden. Es geht um die Sicherung der Pflegequalität und um die Patientensicherheit.

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